Zwillinge, Drillinge — welche Unterstützung möglich

Die erste Zeit Zuhause nach der Geburt von Zwil­lin­gen, Dril­linge oder eben Mehr­lin­gen kön­nen für die Fami­lie eine beson­dere Belas­tungs­probe wer­den. Es rollt ein All­tag auf die Fami­lie zu, bei dem es nicht sofort greif­bare Vor­bil­der und Lösun­gen gibt. Da klingt es wie eine Ent­las­tung, wenn eins der Geschwis­ter ein grö­ße­res gesund­heit­li­ches Pro­blem hatte z.B. durch eine Früh­ge­burt und somit auf einen Kin­der­kran­ken­pfle­ge­dienst die erste Zeit ange­wie­sen ist, der über meh­rere Stun­den am Tag nach Hause kommt — sicher­lich, auf das ein jeder wie­derum ver­zich­ten würde.

Doch, so erfahre ich es wie­der­holt, die Hilfe durch den Pfle­ge­dienst ist nicht die Unter­stüt­zung, die die Fami­lie Zuhause in der Säug­lings­pflege braucht. Denn der Pfle­ge­dienst küm­mert sich nur um das erkrankte Kind, dafür wird seine Anwe­sen­heit von der Kran­ken­kasse finan­ziert. Er ist nicht für für das / die Geschwisterkind/er zu ständig.

Wei­ter­le­sen →

Mehr Pflegegeld – weniger Pflegegeld

In der letz­ten Pfle­ge­re­form zum 1.1.2015 wurde auch das Pfle­ge­geld erhöht. Wer aber über das Pfle­ge­geld seine Pflege von einem Pfle­ge­dienst emp­fängt, wird in eini­gen Gebie­ten Deutsch­lands erfah­ren haben: Die Preise der Pfle­ge­an­bie­ter haben sich mehr erhöht als das Pflegegeld:

Berech­nun­gen des PKV-Verbands zufolge sind die Pfle­ge­kos­ten im Schnitt um 107 Euro gestie­gen, die Leis­tun­gen in der Pfle­ge­stufe 3 haben sich um 62 Euro erhöht.” aus: NRW hat die teu­ers­ten Pfle­ge­heime. https://www.station24.de/news/-/content/detail/11806502 Abruf: 15.4.15

Wei­ter­le­sen →

Intensivkind zu Hause: Lernen Sie die Pflege II.

In dem Bei­trag „Inten­siv­kind zu Hause: Ler­nen Sie die Pflege!“1 stelle sich die Frage, wie kann ich als Mut­ter oder Vater in die Pflege mei­nes chro­nisch kran­ken Kind ein­ge­ar­bei­tet werden.

Start in der Klinik

Kommt es zu einer lang­an­hal­ten­den „Pfle­ge­si­tua­tion“ beim Inten­siv­kind, geht dies häu­fig mit einem Kli­nik­auf­ent­halt ein­her. Somit kann die erste Ein­ar­bei­tung in die spe­zi­elle Pflege schon auf Sta­tion statt­fin­den und dies sollte es auch. Denn zum einen muss bei einem Inten­siv­kind erfasst wer­den, wie weit kön­nen die Eltern die Pflege selbst über­neh­men, für wel­che Maß­nah­men braucht es einen Pflegedienst.

Wei­ter­le­sen →

Ein Ostergruß von der Krankenkasse

Ges­tern kam von der Kran­ken­kasse Post, die Geneh­mi­gung über die bean­tragte Lage­rungs­hilfe “Malta” von der Fa. Enste Phy­sio­form Reha 1. Ein Oster­gruß! Auch wenn die Post nicht so aus­ge­wie­sen ist, ist sie es für uns. Denn wir war­ten schon seit sechs Mona­ten auf eine end­gül­tige Ent­schei­dung2 nach unse­ren Ein­spruch, ob wir diese Posi­tio­nie­rungs­hilfe geneh­migt bekom­men oder nicht. Der Preis des Hilfs­mit­tels liegt um die 530€.
Wei­ter­le­sen →

Pflegeempfänger und dem Pflegekunden

Seit mei­ner Aus­bil­dungs­zeit, wenn auch mit Pau­sen, bin ich mit dem Fach­ge­biet Pflege ver­wach­sen. Doch erst heute lernte ich das Wort „Pfle­ge­emp­fän­ger“ ken­nen. In der Kli­nik spre­chen sie vom Pati­ent, in Pfle­ge­hei­men kenn ich den Begriff Heim­be­woh­ner oder Kli­ent. Im ambu­lan­ten Bereich lernte ich die Worte Kunde oder Pfle­ge­kunde ken­nen. Geläu­fig war mir die / der Zupfle­gende oder die / der Gepflegte.

Der Begriff „Pfle­ge­emp­fän­ger“ klingt pro­fes­sio­nell wie Pfle­ge­kunde und für mich steckt darin ein Bruch. Pro­fes­sio­nell, weil die „Pflege“ als ein Pro­dukt ver­stan­den wird. Ich ver­stehe die Pflege nicht als ein abge­schlos­se­nes Pro­dukt1, es über­setzt sich für mich nicht aus der Bedeu­tung „sor­gen für“ oder „betreuen“ 2. Doch stimme ich für das Pro­dukt „Pflege“, betrachte ich ein­zelne, abge­schlos­sene Pfle­ge­ver­rich­tun­gen, zum Bei­spiel das endo­tra­che­ale Absau­gen. Es stellt ein Ergeb­nis durch eine Hand­lung dar: Der Schleim in der Luft­röhre wurde ent­fernt und der Gas­aus­tausch in der Lunge kann unge­hin­dert ver­lau­fen; die Sau­er­stoff­sät­ti­gung auf dem Moni­tor steigt.

Wei­ter­le­sen →

Epilepsie im Kinderbuch

Bei Kin­dern mit einer Hirn­fehl­bil­dung oder Schä­di­gung kann die Epi­lep­sie ein häu­fi­ger Mit­spie­ler wer­den, eben wie auch beim Inten­siv­kind. Doch müs­sen diese Kin­der heute nicht mehr ver­steckt wer­den, son­dern gehen inte­gra­tiv / inklu­siv in die Kita oder Schule. Dadurch bedarf es der Auf­klä­rung über diese Erkran­kung — Was ist Epi­lep­sie in Worte gefasst für Kin­der. Ein Kin­der­buch, vor­ge­stellt auf Epiak­tu­ell 1, hat sich dem angenommen.

Gefun­den wer­den kann es direkt hier: http://www.epilepsie-vereinigung.de/2015/01/lisa-und-die-besondere-sache-ein-neues-kinderbuch/

  1. http://www.epiaktuell.de/Angehoerige-und-Familie/Lisa-und-die-besondere-Sache—Ein-Kinderbuch-ueber-Epilepsi.htm

Elternbefragung und die Entlastungsangebote für die Familien

Letz­tes Jahr wurde vom Kin­der­netz­werk eine Stu­die vor­ge­stellt, die ver­sucht hat, die Pro­bleme, Belas­tun­gen und büro­kra­ti­schen Hür­den her­aus zu arbei­ten. Der „Stu­di­en­ge­gen­stand“ waren die Fami­lien mit einem chro­nisch kran­ken und / oder behin­der­ten Kind. Davon gibt es rund zwei Mil­lio­nen Kin­der in Deutschland.

Wei­ter­le­sen →

Minimal & IntensivZimmer: Wie viel gebrauchte Mittel

Der Raum vom Inten­siv­Zim­mer, das „Schwes­tern­zim­mer“ davor und unsere Woh­nung ist in der Flä­che begrenzt. Wird eine Beat­mungs­pflege bei einem Men­schen mit schwe­rer Behin­de­rung wie dem Inten­siv­kind nötig, wird klar, unge­nutzte Hilfs– oder Ver­brauchs­mit­tel müs­sen zurück zum Sani­täts­haus, der Kran­ken­kasse oder sie müs­sen ent­sorgt wer­den. In einem Arti­kel auf „Die Ent­de­ckung der Schlicht­heit“ wird die Frage gestellt: Wie viel brau­che ich wirk­lich?1Am Ende des Arti­kels kommt der Autor zum Schluss, die Frage heißt anders: Was brau­che ich nicht mehr?

Wei­ter­le­sen →

IntensivZimmer & Öffnung der Schublade Minimalismus

Seit Anfang 2014 ist zu mir das Thema „Mini­ma­lis­mus“ 1 wie­der durch ver­schie­dene Blogs kla­rer ins Leben gerutscht, wie in „Die Ent­de­ckung der Schlicht­heit“2. Ich bin den Auto­rIn­nen dank­bar. Gut, deut­lich wurde mir auch bei der Web­schau, es besteht aktu­ell ein klei­ner Hype auf diese Lebens­e­in­stal­lung (oder Lebens­phi­lo­so­phie?); diese taucht wie­der­holt in den „gro­ßen“ Medien auf. Ver­schie­denste Men­schen zei­gen auf, was sie dar­un­ter ver­ste­hen. Ein gro­ßes Thema ist die Redu­zie­rung der ange­sam­mel­ten mate­ri­el­len Dinge (Klei­der, Küchen­ge­räte, Auto). Die Redu­zie­rung die­ser auf das Nötigste. Ist dies alles?

Seit mei­ner Jugend bin ich mit dem Thema ver­wand, sei es durch die Nähe zum Vegan, zu Men­schen, die sich auf ihre Pro­jekte kon­zen­trier­ten unab­hän­gig der Konsumgüter-Welt, sei es, weil ich ein DDR-Kind bin und die Kon­sum­gü­ter­flut ab der Wende gleich­zei­tig wahr­nahm mit den Tex­ten vom Psy­cho­ana­ly­ti­ker Erich Fromm („Haben und Sein“).  Wei­ter­le­sen →

Krankenkasse: Einwegsensor und Lagerungshilfe

Die Ein­weg­sen­so­ren für den Pul­s­oxy oder SpO2-Monitor sind wie­der im Pro­gramm. Unsere Begrün­dung, dass wir 2010 auf die Ein­weg­sen­so­ren umge­stie­gen sind  hat sich die Home­care­firma wie auch die Kran­ken­kasse ange­schlos­sen 1.  Somit wurde ein Dau­er­sen­sor nicht getes­tet und unser even­tu­ell Inten­siv­kind wie­der Deku­biti bekommt.
Aber dafür haben wir bei der Kran­ken­kasse noch eine wei­tere Bau­stelle:  Eine Posi­tio­nie­rungs– und Ganzkörper-Lagerungshilfe wurde bean­tragt mit ärzt­li­chen Rezept. Es ist ein Hilfs­mit­tel von der Firma  Enste Phy­sio­form Reha.  Für die Kran­ken­kasse ist es ein Gebrauchs­ge­gen­stand des täg­li­chen Lebens, ein Sitz­sack. Ja, denn das Pro­blem Num­mer eins ist, es gibt keine Hilfs­mit­tel­num­mer. Bean­tragt haben wir diese Lage­rungs­hilfe, weil wir schon zwei sol­cher Kis­sen in den letz­ten zehn Jah­ren von der Kran­ken­kasse finan­ziert bekom­men haben, eben als Hilfs­mit­tel.
Jetzt, seit ein paar Mona­ten liegt unser Wider­spruch dazu bei der Kasse. Die hät­ten es dem MDK zu gesen­det, stand heute in der Post. Für mich stellt sich die Frage, wieso dau­ert dies solange?